Ich entschuldige mich für den gestrigen Serverausfall. Leider wollte sich Plesk (Domainverwaltungssoftware) bei einer Betriebssystemaktualisierung nicht mit aktualisieren und dies hat zu Komplikationen geführt.
Zum jetzigen Zeitpunkt sind alle Domains aus dem Backup wieder hergestellt und sollten wieder korrekt funktionieren. Falls irgendwas nicht funktioniert wie gewohnt, oder Daten vermisst werden so bitte ich mir einfach eine detaillierte email an
stefan@stefanpausch.com zu schicken.
Es sollten keine eMails verloren gegangen sein und Datenbank- und Webseiteninhalte sollten auf dem aktuellsten Stand sein, da vorbeugende Maßnahmen stattgefunden haben. Einige Sondereinstellungen und -dienste (Teamspeak, Spamfiltercontrolpanels, Ruby) und Optimierungen werden in den nächsten Tagen noch von mir durchgeführt werden müssen.
Hintergrund
Als Betriebssystem setze ich
Debian in Kombination mit der Domainverwaltungssoftware
Plesk ein. Seit einem Jahr ist von Debian die neue Version "lenny" raus und wurde bisher nicht von Plesk unterstützt. Am 15.02.2010 endet der
Supportcycle für die alte Debianversion "etch". Sprich nach diesem Datum kommen keine Sicherheitsupdates für diese Version raus.
Nachdem ich die Pressemitteilung (zum Supportcycleende)- der Tage - gelesen hatte und festgestellt habe, dass Plesk mittlerweile "lenny" unterstützt überlegte ich den Server zu aktualisieren. Dies ist eine Prozedur die ich schon mehrfach gemacht habe und das letzte große Betriebssystemupgrade (von sarge auf etch) verlief ohne Probleme und war nach 30min gegessen.
Als ich Freitag Nachts das Upgrade durchlaufen lies verlief auch alles nach Plan. Bis zu dem Punkt wo Plesk von der etch auf die lenny Version gebracht werden soll. Plesk meldete mir schlicht und einfach das es eine gleiche Versionsnummer, aber inkompatibler Version gefunden hätte, ich solle ein Verzeichnis verschieben und alles würde dann gut werden. Nachdem ich den empfohlenen Schritt verfolgte und das Verzeichnis verschob führte ich die Installationsroutine noch einmal aus. Diese meldete mir nun dass, das Verzeichnis fehlte und man daher nicht installieren könnte.
Ich probierte verschiedene Installationsmethoden und offiziel empfohlene Tricks. Nichts half.
Zu dem Zeitpunkt waren alle Dienste erreichbar und in Plesk konnte man sich anmelden und damit arbeiten. Da allerdings Plesk nicht aktualisiert werden konnte und ein paar kleinere (reparierbare) Fehler auftraten entschloss ich mich zu einer Serverneuinstallation.
Neben einem schon existierenden Backup zog ich mir noch 2 weitere, verschiedene Backups, um auf der sicheren Datenseite zu sein. Das sichern und das verschieben auf den Backupserver dauerte ca 16 Stunden. Insgesamt wurden ca 200 GB verarbeitet. Mir war es wichtig das alle Daten zum möglichst aktuellsten Stand gesichert sind.
Nach der Neuinstallation verlief die Pleskinstallation und -datenrückspielung fast perfekt. Plesk hatte die üblichen Krankheiten bei der Installation, welche ich mittlerweile zu beheben weiß und spielte alles bei der Rücksicherung aus der Backupdatei ein, bis auf meine eigenen Domains. Sprich alle Kundendomains sind - so wie sie vor der Serverneuinstallation waren - wieder vorhanden, nur meine eigenen Domains (wie stefanpausch.com) hat es zerlegt. Diese musste ich in Kleinarbeit aus einem weiteren Backup rauspuhlen.
Was lernt man daraus ...
Ich arbeite lange genug in der IT Branche um zu wissen: "Shit Happens". Software läuft nie perfekt. Ich nehme den Ausfall auf meine Kappe, da ich eine Kommunikation - im Vorfeld - besser durchführen hätte können.
Während des Ausfalls war ich weiterhin (über alternative eMail-Adressen) erreichbar und habe einen Statusbericht auf einer Webseite veröffentlicht. Problem daran ist das es nicht alle Leute erreicht haben wird.
Zukünftige größere Wartungsarbeiten werde ich rechtzeitig ankündigen und entsprechend detaillieren.